Samstag, 6. August 2016

Sommerferien

Mittlerweile sind sie auch bei uns in Bayern angekommen, die Sommerferien. Während andere Kinder bereits wieder in ihren Klassenzimmern s(chw)itzen, pilgern unsere Schüler frohgemut ins Freibad und an die Baggerseen - falls sie nicht mit ihren Eltern in noch südlichere und sonnigere Gefilde gereist sind. In unserer Familie kommt diesen Sommer allerdings nur ein Mitglied in den Genuss der Ferien, und das nicht einmal in voller Länge: Für etliche Wochen steht ein Ferienjob auf dem Programm. Den Führerschein gibt´s schließlich nicht umsonst...  
Naja, untätig in der Sonne zu liegen ist eben nicht alles, was Ferien ausmacht! Sich beispielsweise mit einem Buch vor Augen in der Sonne - oder auch im Schatten - zu räkeln, erhebt den Ferien-bzw. Urlaubsmenschen bereits weit über die reine Untätigkeit hinaus und gehört für mich definitiv zu den schönsten Arten, Urlaub zu genießen!
Aus diesem Grund freut es mich besonders, gerade jetzt in den Ferien meinen neuen Roman anzukündigen. Ab sofort (bei amazon) als kindle e-book und demnächst auch als print-Ausgabe zu haben: "Die Seiten des Lebens", eine fantastische Geschichte über eine Reise durch die Welt des geschriebenen Wortes. "Vox audita perit, littera scripta manet."  
Viel Vergnügen beim Lesen!

Freitag, 17. Juni 2016

Nach langer Sendepause

Nach langer Sendepause melde ich mich hier wieder einmal zu Wort.
Es gibt Zeiten im Leben, in denen man sich aufs schiere Überleben konzentrieren muss, physisch ebenso wie seelisch, geistlich. Zeiten, in denen Worte, so treffend und aussagekräftig sie sonst sein mögen, niemals ausdrücken könnten, wie ich mich tatsächlich fühle. Zeiten, in denen jedes einzelne Wort, das ich trotz allem niederschreibe, zu persönlich ist, um es einem Außenstehenden anzuvertrauen...
Eine solche Zeit liegt gerade hinter mir, hinter meiner ganzen Familie. Und auch jetzt, da wir allmählich zur Normalität zurückkehren dürfen, finde ich nicht unbedingt die passenden Worte, um meine Leser an unserem Erleben teilhaben zu lassen, sodass ich stattdessen einen Psalm zitiere. Der Liedermacher David drückt hier ziemlich knapp, aber klipp und klar aus, was meine Familie und ich in diesen Monaten erfahren haben:

Gott ist unsere Zuversicht und Stärke,
eine Hilfe in den großen Nöten,
die uns getroffen haben.
Weil er bei uns ist, 
brauchen wir nicht zu verzweifeln.

Übrigens erscheint nächstes Frühjahr ein neuer "Morgenroth"-Roman, in dem ein Teil dieser meiner Erlebnisse verarbeitet ist... 

Mittwoch, 20. Januar 2016

Ohrensessel zum Zweiten

Seit Kurzem gibt es einen noch einen weiteren Nutznießer meines Ohrensessels: Welpe Sydney. Sie füllt den Sessel nicht ganz so aus wie ich und nutzt ihn auch eher zum Hineinlümmeln und Schlafen als zum Arbeiten, aber immerhin ...


Wer mehr Amüsantes über das faule Leben eines Autorenhundes erfahren will, darf bei Gelegenheit gerne mal meinen Blog "Hund-mit-Autor" besuchen =)

Freitag, 8. Januar 2016

Der Ohrensessel

Über Weihnachten hat ein Möbelstück in unserem Wohnzimmer Einzug gehalten, das ich mir schon lange gewünscht habe, aber irgendwie war bisher nie die richtige Gelegenheit, es anzuschaffen. Doch Weihnachten macht´s möglich...
Nun steht der Ohrensessel also stolz in seiner Zimmerecke und verlockt nicht nur mich, in seiner Tiefe zu versinken, die Füße elegant auf dem zugehörigen Hocker platziert und das weiche Fellkissen, eher gemütlich als graziös, an den Bauch gedrückt. Auch als Arbeitsplatz ist der Sessel nicht ganz ungeeignet, sofern ich statt des Kissens meinen Laptop auf den Schoss nehme. Selbstverständlich weiß jeder längst, dass ein Ohrensessel typischer Bestandteil von Bibliotheken in zugigen, alten englischen Landhäusern war, aber dass er tatsächlich als Arbeitsplatz für Schriftsteller diente, entdeckte ich erst kurz nachdem ich es selbst praktiziert hatte: In einem Buch fand ich die Abbildung eines bekannten britischen Autors, dessen hauptsächlicher Arbeitsplatz sein "wing-chair" war.
Roald Dahl - Verfasser von Kinderbüchern wie "Charlie und die Schokoladenfabrik" und "Matilda" - arbeitete am liebsten in seinem Gartenhäuschen, sitzend im wing-chair, über dessen Armlehnen er als Schreibunterlage ein Brett gelegt hatte, auf dem er (von Hand auf einem Schreibblock) zu schreiben pflegte. Ob oder inwieweit nun der Sessel zu seinem schriftstellerischen Erfolg beigetragen hat, ist wohl schwer nachzuprüfen, aber jedenfalls fühle ich mich bei meiner Arbeit an diesem Platz künftig in bester Gesellschaft. Möglicherweise wird mein wing-chair-Arbeitsplatz auch mir schriftstellerische Flügel verleihen, irgendwann in ferner Zukunft =)

Dienstag, 1. Dezember 2015

Die Kunst der Prokrastination oder "Ironische Selbstbetrachtung"

Ich vermute, jeder kennt sie (nur nicht zwingend unter dieser Bezeichnung), der Großteil der Menschheit praktiziert sie - gelegentlich zumindest - und etliche von uns haben es darin zu wahrer Kunstfertigkeit gebracht. So wie ich.
"Prokrastination" - laut Duden: Verschieben/Aufschieben von anstehenden Aufgaben/Tätigkeiten. Anders ausgedrückt heißt prokrastinieren: ich schiebe etwas auf die lange Bank. Ein Beispiel: Ich erhalte einen Brief von meiner Krankenkasse, der mich zu einer mir altersmäßig zustehenden Vorsorgeuntersuchung auffordert. Kein Problem. Ich öffne den Brief, werfe einen Blick hinein und "schiebe" ihn zuunterst in den Stapel geöffneter Briefe.
Ich sollte jemanden anrufen, um einen Termin zu bestätigen, eine geplanten Termin abzusagen oder Ähnliches? Kein Problem. Ich schreibe einen Zettel, um mich selbst daran zu erinnern und schiebe den Zettel hinüber auf besagten Briefstapel. Jetzt liegt er direkt über dem Brief von der Krankenkasse und harrt der Dinge, die da kommen...
Aber das ist ja wahrhaftig noch keine "Kunst" der Prokrastination. Hier handelt es sich samt und sonders um Unangenehmes, um ungeliebte Tätigkeiten, die ich leichten Herzens aufschiebe. Zur Kunst wird mein Prokrastinieren erst, wenn ich angenehme, geliebte Tätigkeiten aufschiebe. Das Schreiben beispielsweise.
Ich schreibe wirklich ausgesprochen gerne. Es gehört zu meinem Leben wie Lesen, Essen, Schlafen. Tue ich es nicht, werde ich entweder unausgeglichen, grantig oder deprimiert oder alles gleichzeitig. Und dennoch bringe ich es fertig, an meinem Arbeitsplatz zu sitzen, vor mir nichts als die Tastatur und ein leerer Bildschirm, und ich prokrastiniere: e-mails aufrufen (sie könnten ja wichtige Nachrichten des Verlags enthalten), die Verlagsseite überprüfen (wo stehen meine derzeitigen Bücher auf der Beliebtheitsskala), meinen Namen samt Pseudonym googlen um neue Einträge zu entdecken, nachsehen, was sich auf fb tut (Autorenkollegen posten oft wichtige Artikel!) - bald jeder Tag bietet neue Optionen, von Tag zu Tag verlängert sich meine Aufschiebebank und meine Kunstfertigkeit wächst! Ich weiß nicht, ob irgendjemand mich in diesem Bereich toppen kann. Vielleicht sollte ich mal einen diesbezüglichen Weltrekordversuch starten, um wenigstens im Guinness-Buch der Rekorde unsterblichen Ruhm zu erlangen?!?
Aber jetzt mache ich Schluss mit diesem Eigenlob, um etwas zu schreiben, was tatsächlich Sinn macht...

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Goldener Oktober

Für all diejenigen, denen es ähnlich ergeht wie mir - nämlich dass sie in gewissen Tagen zu gewissen Jahreszeiten regelrecht schwelgen können - hier ein kurzer Auszug aus einer (noch nicht veröffentlichten) Weihnachtserzählung:
 
... Es war ein Tag im Oktober, so golden, wie er sonst nur im Bilderbuch zu finden ist: Die Sonne strahlte von einem azurblauen Himmel, und obschon ihre Strahlen nur wenig Wärme erzeugten, verwandelten sie jeden Baum und jeden Busch am Wegrand in eine Dame mit leuchtend gelb und rot gefärbtem Ballkleid. Leise raschelten die festlich gewandeten Damen im sanften Windhauch, wobei gelegentlich ein Stückchen ihrer Pracht zu Boden schwebte, deutlich lauter und unsanfter raschelten die Füße der Passanten im Blätterteppich, der den Gehweg bereits bedeckte. 
Die Füße von Renate Rybak - Fräulein Renate Rybak - bildeten da keine Ausnahme. Mag sein, dass sie das Laub weniger aufwühlten als ein Paar Kinderfüße in Gummistiefeln, die gerade eben voller Begeisterung hindurchgepflügt waren, dennoch trampelten auch Renate Rybaks schlichte braune Damenpumps die bunte Pracht am Boden platt. Bis - ja, bis sie plötzlich schwungvoll gegen einen harten, im Laub verborgenen Gegenstand stießen...

Dienstag, 15. September 2015

Letzter Post aus dem Schreibgarten

Zum Abschluss meines Schreibgartenprojekts und auf Wunsch einer Leserin hier ein kleines Bild meines neuen, eigenhändig erschaffenen Protagonisten!